Kampf der Retoure

Kunden haben das Recht, online gekaufte Waren zurückzusenden – das sagt das Gesetz, und das ist im Prinzip auch gut so, denn es schützt uns als Verbraucher. Problematisch wird es dann, wenn der Aufwand für die Retoure den Wert der Ware übersteigt – dann sollte schon mal darüber nachgedacht werden, die Ware einfach nicht zurück schicken zu lassen, um Umwelt und Etat nicht unnötig zu belasten.

Aus unserer inzwischen 5-jährigen Erfahrung betrachtet sind vor allem große und für den Kunden anonyme online Großhändler anfällig für unsinnige Rücksendungen, die den Nutzen übersteigen und ökologischen wie ökonomischen Schaden verursachen. Ein typisches Beispiel ist die abgebildete Amazon-Retoure: Der Stuhl hat einen Neu-Verkaufswert von ca. 40 Euro brutto (minus Amazon-Gebühr, Mehrwertsteuer und Versandkosten bleiben davon geschätzt 25,00) – der Rückversand auf Europalette per Spedition plus aufwändiger Umverpackung dürfte allerdings 60 – 70 Euro kosten.

Für den Käufer ist die Retoure über Amazon mit einem Klick gemacht – für den Händler wird ein aufwendiger und kostenintensiver Prozess in Gang gesetzt. Das macht ökonomisch und ökologisch keinen Sinn. Geschichten wie diese inspirieren uns, dem “Schwachsinn” von kostenintensiven Retouren entgegenzuwirken.